Die Unfallbilanz von Rennfahrer Kurt Ahrens jun.

In vielerlei Hinsicht ist Kurt Ahrens jun. ein absoluter Ausnahme-Rennfahrer. Durch seinen Vater, den Rennfahrer Kurt Ahrens sen. kam er sehr früh mit dem Rennsport in Berührung und dadurch das er nie ein Vollzeit-Rennfahrer war, sondern immer auch in der Metallhandelsfirma seines Vaters arbeitete, die er später übernahm, war er nie ein abgehobener Star. Natürlich trug auch sein früher Ruhestand vom aktivebandini_lorenzo_-_ferrari-12-zylinder_1966n Motorsport dazu bei, das Kurt Ahrens jun. bis heute als Legende des Rennsports gilt. Eine weitere Besonderheit seiner Motorsport-Karriere ist die sehr kurze Liste von schweren Unfällen, die er erlebt hat. In seiner aktiven Karriere hatte er nur einen einzigen schweren Unfall. Kurt Ahrens jun. war am 6. April 1970 auf der VW-Versuchsstrecke in Ehra-Lessien bei Gifhorn mit einem Porsche 917 unterwegs, als sich der Unfall ereignete. Bei einem Tempo von ca. 250 Kmh fuhr er bei schlechtem Wetter mit seinem Rennwagen in die Leitplanke, wobei der Porsche total zerstört wurde. Aquaplaning war wohl die Ursache für diesen Unfall, bei dem der Fahrer wie durch ein Wunder unverletzt blieb. Für Kurt Ahrens jun. war diese Porsche-Testfahrt der einzige Unfall seiner Karriere. Diese Unfallbilanz ist nicht nur sehr glücklich für ihn gewesen, sondern auch eher ungewöhnlich, da in den 1960er und 1970er Jahren schwere Unfälle in den oberen Klassen des Motorsports an der Tagesordnung waren und zahlreiche Fahrer dabei ums Leben kamen. Es ist davon auszugehen, dass dieser eine Unfall jedoch zu Kurt Ahrens jun. Entscheidung beigetragen hat sich einige Monate später aus dem aktiven Rennsport komplett zurückzuziehen und sich auf sein bürgerliches Leben zu konzentrieren. Diese Entscheidung dürfte insbesondere seiner Frau und den 4 kleinen Kindern eine große Sorge genommen haben. So markiert der einzige schwere Unfall seiner Karriere den Anfang vom Ende dieser außergewöhnlichen deutschen Rennfahrerkarriere, obwohl er bei diesem Unfall unbeschadet überstand. Kurt Ahrens jun. war zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre aktiv im Rennsport gewesen und befand sich 1970 auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Gerade deshalb verdient diese Entscheidung von Kurt Ahrens jun. großen Respekt.

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