Der Rennfahrer, der nie einer war

Kurt Ahrens Junior wurde am 19. April 1940 in Braunschweig geboren. Schon früh begeisterte sich der Sohn Kurz Ahrens Seniors für den Motorsport, so dass er 1958 erstmals an einem Rennen der Formel 3 teil nahm.

Bis 1970 blieb Ahrens Junior Ren1953-kunke-cooper-f3-dresdennfahrer. Von 1969 bis 1970 war er einer der Werksfahrer bei Porsche in Braunschweig und fuhr für den Rennstall der Stuttgarter. Kurz darauf, im Alter von gerade einmal 30 Jahren, entschied sich Ahrens dazu seine Karriere an den Nagel zu hängen und in das Geschäft seines Vaters, einen Altmetallhandel, einzusteigen.

In einem Interview mit dem Porschefahrer Magazin von 2010, das er zu seinem 70. Geburtstag gab, erklärt er was ihn dazu bewog, aus dem aktiven Motorsport auszusteigen: viele seiner Freunde und Bekannten liessen auf der Rennstrecke ihr Leben.

Als Porsche sein Team 1970 auflöste, war für ihn klar, dass ein Wechsel zu einem anderen Fahrerlager außer Frage stand: “Hans hat gesagt: Komm, hör auf, wir sind am Leben”, erzählt er dem Porschefahrer Magazin, sagte sein Freund und Kollege Hans Herrmann zu ihm.

Für Ahrens war der Ausstieg einfacher als für viele seiner Kollegen und Konkurrenten: er sah sich nie als Profi, hatte ein Leben abseits des Motorsports in der Firma seines Vaters. Er war wirtschaftlich nicht abhängig vom Motorsport und hatte eine Aufgabe: sich um seine zwei Söhne und zwei Töchter zu kümmern.

In seiner 12-jährigen Karriere als Rennfahrer hatte Kurt Ahrens Junior nur einen einzigen schweren Unfall: am 6. April 1970, nur Tage vor seinem 30. Geburtstag, kam er bei einer Testfahrt im Porsche 917 auf Aquaplaning und krachte mit 250 km/h in eine Leitplanke. Zwar blieb er unverletzt, aber auch dieses Ereignis wird wohl zu seiner Entscheidung, sich aus dem Motorsport zurück zu ziehen, beigetragen haben.

Heute betreibt Ahrens nur noch eine Webseite und ist auf Facebook vertreten. Der Rennfahrer, der nie einer war, hat sich den Bildern seiner Seiten nach noch nicht ganz aus dem Motorsport verabschiedet.

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